EVA GENOVEVA - PAINTINGS
 

WORK STATEMENT (please see below for English Translation) 

Formale Werk-Charakteristika:   

Die formale Entwicklung der Arbeit Eva Genovevas weist Parallelen zum U.S.-amerikanischen Präzisionismus und der neuen Sachlichkeit der 30er Jahre auf. Umrisse und Kompositionslinien werden gerne überbetont; oft werden schräge Farben, sowie eine künstliche Beleuchtung mit starken Schlagschatten gewählt.   Hintergründe lösen sich bevorzugt in stereometrische Grundformen auf, während das nicht selten aus dem Gleichgewicht geworfene Sujet im Bildmittelpunkt schnörkellos und mit größtmöglicher psychologischer Wahrhaftigkeit erfasst werden soll.  Langjährige maltechnische Studien mündeten in einem stark strukturierten Schaffensprozess, den die Künstlerin durch die Verwendung von Rohstoffen, wie z.B. Pigmenten, zur Farb- und Malmittelherstellung von Anbeginn an kontrolliert, so dass eine nahezu unbegrenzte Haltbarkeit der entstehenden Werke gewährleistet ist. 

Inhaltliche Werk-Charakteristika:   

Der Ansatz ist im Wesentlichen ein ästhetischer, analytischer und distanziert beobachtender. In der geordneten, idealisierten Formensprache tritt Verstörendes, Melancholisches, wie etwa die  menschliche Vereinzelung, erst bei genauerem Hinsehen zu Tage. Dann aber offenbaren sich Themenwelten in deren Zweideutigkeit der Vanitas-Gedanke schlummert.  Das Werk bleibt dabei stark autobiografisch. Im Zentrum steht das Private, Emotionale, Einsame der weiblichen Lebenswelt, die Realität hinter Masken, die Ambiguität zwischen Rebellion und Unterwerfung, zwischen allgegenwärtiger Vergänglichkeit und dem vergeblichen Versuch der Auflehnung dagegen. 

 

Formal Characteristics:  

From a formal point of view Eva Genoveva`s work displays striking parallels to the U.S. precisionism and the New Objectivity of the 1930s. Contours and compositional lines are often overemphasized; dazzling, weird colours and an artificial illumination resulting in strong looking cast shadows are the means of choice. Backgrounds melt into stereometric basic forms  whereas central, often disequilibrated subjects are meant to convey a maximum of  psychological truth-telling without frills.  Long-term    studies on painting technique resulted in a well-structured creative process, controlled from the beginning by using raw materials such as pigments to produce colours and painting media, thus bestowing an almost infinite longevity upon her artworks.


Contentual Characteristics:   

The general approach is of an aesthetic, analytical, distanced and dissecting nature. At first glance, the idealized reflection of absolute order obscures the haunted, disturbing quality,   such as the solitude of the individual, lurking behind. On closer inspection the various topics  reveal their ambiguous core and the notion of  vanitas inherent therein. The entire Oeuvre is foremost autobiographic in its focus on the private, emotional, solitary and libidinal in the female experience realm, the reality behind masks, rebellion vs. submission, ubiquitous transcience and the abortive attempt to fight it.