WORK STATEMENT (please see below for English Translation)

 

Formale Werk-Charakteristika:   

Die formale Entwicklung der Arbeit Eva Genovevas weist Parallelen zum U.S.-amerikanischen Präzisionismus auf. Umrisse und Kompositionslinien werden gerne überbetont; oft werden schräge Farben, sowie eine künstliche Beleuchtung mit starken Schlagschatten gewählt.   Hintergründe lösen sich bevorzugt in stereometrische Grundformen auf, während das nicht selten aus dem Gleichgewicht geworfene Sujet im Bildmittelpunkt schnörkellos und mit größtmöglicher psychologischer Wahrhaftigkeit erfasst werden soll. Im Gegensatz zum heute vorwiegend praktizierten pastosen Farbauftrag, steht die Schaffung einer durch starkes Tiefenlicht charakterisierten, Emaille-artigen Oberfläche im Vordergrund. Dabei mündeten langjährige maltechnische Studien in  folgendem, stark strukturierten und kontrolliertem Vorgehen, das eine nahezu unbegrenzte Haltbarkeit gewährleistet: Buchenholz-Multiplexplatten werden mit Leinwand beklebt, mit einem kreidebasierten Emulsionsgrund grundiert und geschliffen. Darauf erfolgt die Tusche-  oder Silberstift-Vorzeichnung nach Skizzen, die Untermalung in Ei- oder Kaseintempera, sowie eine zwischengeschaltete farbige Imprimitur, die   schließlich mit dünnen Öl-Lasuren übermalt wird. 

Inhaltliche Werk-Charakteristika:   

Der Ansatz ist im Wesentlichen ein ästhetischer, analytischer, distanziert beobachtender und wenig  spontaner. In der geordneten, idealisierten Formensprache tritt Verstörendes, Melancholisches, wie etwa die  menschliche Vereinzelung, erst bei genauerem Hinsehen zu Tage. Dann aber offenbaren sich Themenwelten in deren Zweideutigkeit der Vanitas-Gedanke schlummert.  Das Werk bleibt dabei jedoch stets autobiografisch  – als Motive werden der Künstlerin nahestehende   Menschen und die sie umgebende Dingwelt herangezogen. 

 

Formal Characteristics:  

From a formal point of view Eva Genoveva`s work displays striking parallels to the U.S. precisionism. Contours and compositional lines are often overemphasized; dazzling, weird colours and an artificial illumination resulting in strong looking cast shadows are the means of choice. Backgrounds melt into stereometric basic forms  whereas central, often disequilibrated subjects are meant to convey a maximum of  psychological truth-telling without frills. Her work focusses on the creation of an enamel-like surface structure radiating a strong inner light, which is in stark contrast to the currently  prevailing pastose paint application. Long-term    studies on painting technique resulted in the following, well-structured and controlled proceeding ensuring an almost infinite   preservability: beech wood multiplex boards are  coated with linen and covered with thin layers of    half-chalk primer. After sanding and smoothing the surface, a preliminary ink drawing is made on the basis of sketches. Thereon follows the underpainting using egg- or casein-tempera and an intermediary tinged imprimatura on which the final oil glazes are applied.        

Contentual Characteristics:   

The general approach is of an aesthetic, analytical, distanced and dissecting nature lacking spontaneity. At first glance, the idealized reflection of absolute order obscures the haunted, disturbing quality,   such as the solitude of the individual, lurking behind. On closer inspection the various topics  reveal their ambiguous core and the notion of  vanitas inherent therein. The entire oeuvre nevertheless remains autobiographic –  subjects of the paintings are people closely related to the artist and the object-world surrounding her.