ABOUT (please see below for English Version)
Eva Genoveva ist seit 2010 als freischaffende Malerin in München tätig. Ihre Arbeiten sind Teil zahlreicher privater Sammlungen im In- und Ausland.
In meinen Bildern beschäftige ich mich mit den Bruchstellen weiblicher Identität – dem Spannungsfeld zwischen gesellschaftlicher Rolle und persönlicher Wirklichkeit. Meine Figuren bewegen sich in Räumen der Ambivalenz: zwischen Anpassung und Aufbegehren, Sichtbarkeit und Rückzug, Selbstbehauptung und Verletzlichkeit.
Mich interessiert die Fragmentierung von Identität, die Erfahrung, gleichzeitig unterschiedlichen Erwartungen ausgesetzt zu sein und dabei die eigene innere Stimme zu bewahren. Wiederkehrende Motive sind Maskierung, Einschließung und die Frage, wie Identität unter sozialen Bedingungen entsteht, eingeschränkt oder verteidigt wird.
Die Figuren erzählen keine eindeutigen Geschichten. Vielmehr eröffnen sie Zwischenräume, in denen individuelle und kollektive weibliche Erfahrungen ineinandergreifen. In der Spannung zwischen formaler Klarheit und emotionaler Irritation entsteht ein Bildraum, der zur eigenen Auseinandersetzung einlädt.
Formale Anregungen finde ich unter anderem in der Neuen Sachlichkeit, deren Klarheit und Präzision ich schätze. Durch bewusst gesetzte Kompositionslinien, künstliche Lichtführung und reduzierte, geometrisierte Bildräume verdichte ich die inneren Spannungen meiner Figuren.
Ein zentraler Aspekt meiner Arbeit ist die Materialität der Malerei. Ausgehend von einer langjährigen Auseinandersetzung mit Pigmenten entwickle ich meine Farben und Malmittel selbst und stelle teilweise auch die Bildträger her. Diese handwerkliche Ebene ist für mich ebenso Teil des künstlerischen Ausdrucks wie das Motiv selbst.
Eva Genoveva has been working as a freelance painter since 2010. She lives and works in Munich. Her works are part of numerous private collections in Germany and abroad.
In my paintings, I explore fractures of female identity—the tension between social roles and lived personal reality. My figures move within spaces of ambivalence: between conformity and resistance, visibility and withdrawal, self-assertion and vulnerability.
I am interested in the fragmentation of identity, the experience of being subject to multiple expectations while trying to preserve one’s inner voice. Recurring themes include masking, confinement, and the question of how identity is formed, constrained, or defended under social conditions.
The figures do not tell clear narratives. Instead, they open up in-between spaces where individual and collective female experiences intersect. Within the tension between formal clarity and emotional disturbance, a pictorial space emerges that invites the viewer’s own engagement.
I draw formal inspiration from New Objectivity, whose clarity and precision I value. Through deliberate compositional structures, artificial lighting, and reduced, geometrised pictorial spaces, I intensify the psychological tension within my figures.
A central aspect of my practice is the materiality of painting. Based on a long-standing engagement with pigments, I develop my own colours and painting media and occasionally also prepare my own supports. This material and craft-based dimension is as integral to my artistic expression as the motif itself.